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Mobile Seilarbeit mit Erwachsenen und Jugendlichen


Jeder Mensch ist ein einmaliger Mensch und
tatsächlich, für sich gesehen, das größte
Kunstwerk aller Zeiten.

Thomas Bernhard

 

Unabhängig von Hochseilanlagen oder künstlichen Kletterlandschaften in Hallen, mitten in der Natur mit dem Team dem Abenteuer Klettern nachzugehen, das ist das Besondere an der mobilen Seilarbeit.

Es ist einfach faszinierend, selbst Seilstationen im niederen, mittleren oder hohen Bereich zu bauen und diese dann auch zu begehen. Nach einer entsprechenden Einführung in Knotenkunde, Materialkunde, Sicherheit und Personenschutzausrüstung, machen sich die Teilnehmer in Begleitung von zertifizierten mobilen SeiltrainerInnen auf den Weg, komplexe Klettergebilde zwischen die Bäume zu zaubern.

Bei der Planung, Konstruktion und dem Bau der Seilstation ist das ganze Team gefordert. Hier gilt es, gemeinsam Wege zu finden, damit jeder einzelne seine Stärken einbringen kann. Im gemeinsamen Tun wird die Wichtigkeit von Verantwortung füreinander bewusst erlebt. Dies ist ein höchst kreativer Prozess des Gestaltens und des gemeinsamen Arbeitens. Der mobile Ropes Course hat nicht nur für jeden eine Herausforderung parat, sondern auch die Höhe und der Schwierigkeitsgrad wird  jeweils schon beim Bau selbst bestimmt und muss der Gruppe angepasst werden.

Beim Begehen der Station wird das Vertrauen in sich selbst und in die Gruppe optimal gefordert und gefördert. Innere Balance, Umsicht und Gelassenheit auch in schwierigen Situationen, sowie Nähe und Berührung zuzulassen wird erlebt. Eigene Grenzen werden erkannt und mit Unterstützung des Teams erweitert. Gewohnte Verhaltensmuster werden deutlich und geben der Gruppe die Möglichkeit diese bei Bedarf zu ändern.

Ziele:

- Die Stärken eines funktionierenden Teams erleben
- Vertrauen stärken und erleben
- Kommunikation bewusst machen
- Grenzen erweitern
- Ziele setzen


Bewegungserfahrung am Seil mit Kindern und Jugendlichen

BRG Mödling, Faaker See (103).JPG„Man sollte Kinder lehren, ohne Netz auf einem Seil zu tanzen, bei Nacht allein unter freiem Himmel zu schlafen, in einem Kahn auf das offene Meer hinaus zu rudern. Man sollte sie lehren, Luftschlösser statt Eigenheime zu erträumen, nirgendwo sonst als nur im Leben zu Haus zu sein und in sich selbst Geborgenheit zu finden.“

 

Hans-Heinrich Dreiske

 

Bei der mobilen Seilarbeit werden auf professionelle Art und Weise Seile so gespannt, dass ein Bewegungsparcours entsteht, welcher Balancieren, Schwingen, Klettern, Schaukeln, Greifen, Steigen etc. sprich den gesamten Bewegungsapparat sowie ungeteilte Aufmerksamkeit fordert und fördert.

Körperliche Geschicklichkeit, Mut, Ausdauer und Kraft sowie Gleichgewicht und Körperspannung werden geschult. Wir erproben und lernen unsere innere Balance, Umsicht und Gelassenheit auch in schwierigen Situationen, sowie Nähe und Berührung zuzulassen. Wir erleben im gemeinsamen Handeln die Wichtigkeit von Verantwortung füreinander.

Das Arbeiten mit den Seilen fördert die Kreativität und die Feinmotorik. Es zeigen sich besonders lange Phasen der Aufmerksamkeit und der Konzentration. Die Körperhaltung und Körperspannung wird durch das Laufen auf der instabilen Seilbrücke geübt. Außerdem erfordert es ein schnelles Reaktionsvermögen, da die Seile auf jede einzelne Bewegung der Kinder reagieren. Die sensomotorische Entwicklung wird mit einfachen Methoden und wenig Material gefördert.

Die Kinder spielen nach eigenen Ideen und Phantasien auf den Seilkonstruktionen. Durch Ihr eigenes Tun und die sich daraus entwickelnden Spielideen sind sie am allermeisten motiviert. Wir beginnen mit leichten Seilkonstruktionen und steigern die Schwierigkeit, um den immer wachsenden Bewegungserfahrungen der Gruppe zu entsprechen. Damit sich das Kind ein eigenes Bild im Kopf davon verschaffen kann, wie es den Baum erklettern könnte, werden keine verbalen Hilfestellungen oder Steuerungen gegeben. Mitagieren, aber nicht Spielführer sein, das heißt, sich als Spielpartner einbringen und dabei die Kinder selbst aktiv werden lassen. Kinder werden auf ihrem Weg zu einer Lösung begleitet.

Das Konzept mündet in folgende Förderziele:

- die eigenen motorischen Fähigkeiten erkennen
- zu einer realistischen Selbsteinschätzung gelangen
- Gelegenheiten schaffen, um natürliche Bewegungsbedürfnisse auszuleben
- die Bewegungsfreude unterstützen
- Motivation um Neues auszuprobieren


„Mein persönlicher Freund aus Holz“


„…..man kennt nur Dinge die man zähmt“, sagte der Fuchs. „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufländen für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“

Aus „Der kleine Prinz“ von A.De Saint-Exupéry




In diesem Sinne bauen wir uns in diesem Workshop aus einfachen Materialen einen Bogen. Mit diesem  „persönlichen Freund aus Holz“ streifen wir dann durch den Wald und lernen ihn zu zähmen.


Den Bogen kraftvoll zu spannen, einen Pfeil auf seinen Weg zu schicken, das gute Gefühl, wenn er sein Ziel getroffen hat. All diese Erfahrungen,  noch dazu mit einem selbstgebauten Bogen zu machen, steigert das Erlebnis,  macht es unmittelbar.


Die Konzentration, die Genauigkeit und die Koordination von Auge und Hand machen das Wesen des traditionellen Bogensports aus. Parcours im Freien bringen den Schützen wieder näher zur Natur und oft auch zu sich selbst. Konzentration und Ruhe, Spannung und Entspannung machen den Bogensport zu dem, was er ist: Eine faszinierende Form, Geist und Körper in Einklang zu bringen.


 Die Faszination und Magie des Bogenbaus spricht alle Altersstufen gleich stark an.


Bogenschießen ist weit mehr als nur "Bogenschießen" - es ist vielmehr eine Reise in die Vergangenheit der menschlichen Geschichte - und die Geschichte des Bogens ist lebhaft, sehr lebhaft!